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V. Internationale Konferenz für Studenten und Doktoranden „Welt und Wissenschaft“ 2019

 


 

V. Internationale Konferenz für Studenten und Doktoranden
„Welt und Wissenschaft“ 2019
Freitag, 19. April 2019

Liebe Studenten, liebe Doktoranden, liebe Kollegen,

am 19. April 2019 wird zum fünften Mal die deutschsprachige Konferenz „Welt und Wissenschaft“ an der Higher School of Economics (HSE) in Moskau stattfinden.

Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Forschungsergebnisse in deutscher Sprache auf unserer Konferenz vorzustellen.

Auf dieser Konferenz werden Sie die Möglichkeit haben

  • Ihre Beiträge mit interessierten Studenten und Professoren aus Deutschland und Russland zu diskutieren,
  • professionelle Kontakte zu Studenten und Wissenschaftlern aus Deutschland und Russland zu knüpfen,
  • sich über konkrete Möglichkeiten für Studien- und Forschungsaufenthalte an Universitäten in Russland und Deutschland zu informieren.

 

Wenn Sie Ihre Arbeit auf der Konferenz vorstellen möchten, füllen Sie bitte das Bewerbungsformular Bewerbungsformular.doc aus und senden es bis zum 31. Januar 2019 an folgende E-Mail-Adresse: welt_wissenschaft@mail.ru.

 Teilnahmegebühr, Reisekosten

 Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben.

 Die Teilnehmer tragen ihre Reisekosten (An- und Abreise, Aufenthalt in Moskau) selbst.

 Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen.

Das Organisationskomitee

Prof. Dr. Ewgenija Uspenskaja

Dr. Julia Pasko

Dr. Tim Jäkel

Veranstaltungsort

Adresse des Veranstaltungsorts: Ulitsa Shabolovka, 26с5 (улица Шаболовка, 26, стр. 5) Moskau, Russische Föderation

 Karte auf Yandex Maps :https://yandex.com/maps/-/CBe2bDXvlB

 Sektionen

1.     Fühlen, Denken, Ausdrücken

Moderator: Dr. Pjotr Rezvykh

https://www.hse.ru/en/org/persons/10600650

Was auch immer uns Menschen beschäftigt, werden wir uns dessen, was in uns vorgeht, inne und suchen es uns selbst zu klären und auch unseren Mitmenschen zu vermitteln. Das Verhältnis von Gedanken und Gefühlen in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen zueinander sowie zu ihren Ausdrucksmitteln, sei es ein menschlicher Leib, ein Bild, ein Wort oder eine Handlung, wurde in der Philosophiegeschichte sehr unterschiedlich aufgefasst. In der vormodernen Tradition sowie in der Philosophie der Neuzeit wurde der vermeintliche Vorrang des Gedankens über dem Gefühl immer wieder hinterfragt, beispielsweise in den Debatten über das Verhältnis von Glauben und Wissen, über eine erkenntnistheoretische Begründung der experimentellen Naturforschung oder über die Quellen und den Geltungsanspruch der ethischen und ästhetischen Wertsetzungen; dabei wurde immer auch die Frage nach den Grenzen unserer Ausdrucksmöglichkeiten für die jeweilige innere Erfahrung mitreflektiert.

Heute werden sowohl die Entgegensetzung vom Gefühl und Denken als auch die Annahme einer Möglichkeit, beides von ihrem Ausdruck zu trennen, in den verschiedenen philosophischen Richtungen zunehmend einer starken Kritik unterzogen. Über alle möglichen Positionen in dieser Debatte wollen wir uns in unserer Sektion „Fühlen, Denken, Ausdrücken” austauschen. Beiträge aus allen Teilgebieten der Philosophie, von der Metaphysik oder Erkenntnistheorie bis hin zur politischen Philosophie oder Ästhetik, sowie aus verschiedenen Denkrichtungen sowohl der kontinentalen als auch der analytischen Tradition sind herzlich willkommen. Auch die Forscher mit den interdisziplinären Ansätzen, welche die philosophische Fragestellung mit einer historischen, kulturwissenschaftlichen, ideen- oder begriffsgeschichtlichen Perspektive zu verbinden suchen, sind gerne zur Teilnahme an der Diskussion eingeladen.

2.     Recht in Theorie und Praxis: Globale Herausforderungen und neue Impulse

Moderator: Alexander Dreut

Oftmals hat man nach der Annahme neuer Gesetze Neuland vor sich. Je nach ihrer Anwendung und richtiger Umsetzung können die einen Gesetze interessante Initiativen untermauern, die anderen aber undurchdringliche Hürden entstehen lassen. Ein frischer Einblick in gesetzliche Neuerungen, Prognosen oder bereits vorhandene Erfahrungswerte über deren Anwendung bringen stets Klarheit und Sicherheit und tragen dazu bei, dass Gesetze ihrem Entstehungszweck gerecht werden. Auch Vergleiche aus anderen Rechtsbereichen, dem Ausland und der dort bestehenden Erfahrung sowie Beispiele aus der Vergangenheit können nicht nur als Stoff für Diskussionen, sondern auch als Grundstein für neue Ideen und Initiativen im Rechtsbereich dienen. Gerne können dabei Werke aus deutscher und russischer Rechtswissenschaft in sachkundige Analysen zu aktuellen Themen einbezogen werden. Auch bestehende Unterschiede in rechtlichen Begriffen, Meinungen zu deren Vergleichbarkeit oder der Zweckmäßigkeit von deren Einführung aus einem jeweils anderen Rechtssystem sind gefragt. Ob der zunehmende Einfluss gerichtlicher Praxis auf Entscheidungen von Gerichten in Russland, Deutschland und anderen Ländern, kollisionsrechtliche Fragen oder Besonderheiten der Geltendmachung ausländischer Gerichtsbeschlüsse – wir freuen uns auf Ihre Beiträge zu den verschiedensten Themen des Rechtsbereichs.

3.     Literatur, Kultur, Translation

Moderatorin: Dr. Iris Bäcker

https://www.hse.ru/org/persons/211310167  

Bekanntlich schaut die Welt jeweils anders aus, wenn man sie von Moskau oder von Berlin aus betrachtet. Ein solcher Perspektivenwechsel ist nicht nur lebenspraktisch, sondern auch theoretisch lehrreich, sobald man nämlich die unterschiedlichsten Themen aus der einen, der „russischen“ Sicht und zugleich aus der anderen, der „deutschen“ Sicht analysiert und beurteilt. Einerlei, ob es um das Phänomen der literarischen Exophonie in den Texten einer Natascha Wodin, Katja Petrowskaja oder Olga Grjasnowa geht, um russisch-deutsche „geteilte Erinnerungsorte“ wie den 8./9. Mai 1945 oder um die Übersetzerin Swetlana Geier als Dostoevskijs „Stimme“ im Deutschen, – es gilt beide Ansichten, die „russische“ genauso wie die „deutsche“, im Auge zu behalten. Beiträge aus der russistischen oder germanistischen Literatur- und Kulturwissenschaft sowie aus benachbarten Disziplinen wie der Komparatistik oder den Translationswissenschaften sind herzlich willkommen.

4.     Vergangenheit und Gegenwart

Moderator: Martin Beisswenger, PhD

https://www.hse.ru/en/org/persons/93759602

„Das Vergangene ist nicht tot; es ist nicht einmal vergangen.“ Diese berühmten Worte des amerikanischen Schriftstellers William Faulkner beschreiben die unvergängliche Wirkung der Vergangenheit in der Gegenwart. Dabei stellen Vergangenheit und Gegenwart zwei Seiten ein und derselben Medaille dar. Die Vergangenheit stellt unablässig Fragen an die Gegenwart, während sich die Gegenwart ebenso ständig in der Vergangenheit vergewissert. In diesem Sinne lädt diese Sektion Beiträge ein, die Geschichte nicht lediglich als eine Summe vergangener Ereignisse und Personen sieht, und die sich nicht auf eine trockene Aufzählung von Namen und Daten beschränkt, sondern diese auch als einen Teil unserer aktuellen Gegenwart versteht. Thematisch und chronologisch sind möglichen Vorträgen keine Grenzen gesetzt. Es wird aber erwartet, dass die Vortragenden sich und ihre Themen als Teil einer lebendigen wissenschaftlichen Diskussion verstehen und mit den Methoden geschichtswissenschaftlichen Arbeitens vertraut sind. Vorschläge zu Vorträgen sollten neben einer klar umrissenen Fragestellung auch Angaben zu den verwendeten Quellen sowie zu der wissenschaftlichen Aktualität beinhalten.

5.     Politik und Verwaltung

Schwerpunktthema: „Nachhaltigkeit“

Moderator: Dr. Tim Jäkel

www.hse.ru/en/staff/jaekel

Liebe Studenten, liebe Doktoranden, liebe Kollegen,

krimineller Betrug („Dieselskandal“) bei VW und Co. – und die Politik subventioniert die Autokonzerne immer weiter, dreckige Luft in fast allen deutschen Städten – und die Politik verweigert sich einer nachhaltigen Verkehrspolitik; ein Energiekonzern will einen uralten Wald für Braunkohle abholzen – und die Polizei geht gegen die Proteste dagegen vor. Das sind drei aktuelle Beispiele aus Deutschland dafür, dass wir nicht nachhaltig leben und Politik und Verwaltung nicht nachhaltig handeln. Trotz aller Sonntagsreden verbrauchen wir mehr Ressourcen, als die Erde regenerieren kann. Jetzt müssen endlich kluge Verkehrssysteme, nachhaltige Wirtschaftspolitik und ernstgemeinte Umweltpolitik her. Welche Konzepte und Programme funktionieren? Welche Best-Practices gibt es im Bereich Nachhaltigkeit? Und was können andere Städte wie Paris, Berlin oder Moskau von diesen Best-Practices lernen?

Ich lade Sie ganz herzlich ein, Ihre Arbeiten über Verwaltung & Politik am 19. April 2019 an der Higher School of Economics in Moskau vorzustellen. Neben dem Schwerpunktthema Nachhaltigkeit sind auch Innen- und Außenpolitik, internationale Beziehungen oder innovative Verwaltung sind mögliche Themenfelder. Bitte schreiben Sie eine kurze Zusammenfassung (mindestens 400 Wörter) darüber, wovon Ihr Beitrag bzw. Ihre Präsentation auf der Konferenz handeln wird. Das kann ihre Bachelorarbeit sein, ihre Masterarbeit oder ihre Dissertation.

Ich freue mich auf Ihre Bewerbungen!

6.     Soziologie

Moderatoren: Dr. Christian Fröhlich

https://www.hse.ru/en/org/persons/127116556   

Die Sektion möchte aktuelle Prozesse sozialen Wandels und damit verbundene gesellschaftliche Herausforderungen diskutieren. Besonders interessant sind daher Vortragsbewerbungen, die sich mit den Wechselverhältnissen verschiedener gesellschaftlicher Teilbereiche befassen, besonders, aber nicht ausschließlich, vor dem Hintergrund einer globalisierten Welt, in der nationale Schließungsbemühungen immer stärker werden. Wir freuen uns vor allem über empirische Studien aus allen Bereichen der Soziologie, z.B. über Eigen- und Fremdbilder, kollektive Identitäten, Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen, und Deutungsprozesse und Verhaltensmuster in Welten der Bildung oder der Arbeit, in institutionellen sowie organisationalen Zusammenhängen. Ebenfalls gesucht sind Studien über Normen und Werte und deren Wandel bzw. Stabilität in verschiedensten Lebensbereichen. Welche Rolle spielen nationale, ethnische, religiöse oder politische Identitäten, und welche Beziehung haben sie zu den Deutungen von sozialem Wandel? Und welche verhaltenswirksamen Schlussfolgerungen ziehen Menschen daraus? Von besonderem Interesse sind ländervergleichende Forschungen sowie empirische Studien, die eine deutliche theoretische Fundierung aufweisen.

7.     Wirtschaft und Gesellschaft

Moderator: Prof. Dirk Meissner, PhD

https://www.hse.ru/en/org/persons/29168706

Für die Sektion „Wirtschaft und Gesellschaft“ möchten wir sehr herzlich Studenten der Wirtschafts- und Politikwissenschaften sowie interessierte Politik- und Wirtschaftswissenschaftler einladen, die ihre Forschungsergebnisse in deutscher Sprache bei unserer Konferenz vorstellen und diskutieren möchten. Der Hauptfokus unserer Sektion liegt auf den Wechselbeziehungen zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Mögliche Themen sind der Einfluss politischer Institutionen auf wirtschaftliche Entwicklung und die Auswirkung wirtschaftlicher Veränderungen auf Politik und Gesellschaft, aber auch andere Arbeiten aus dem Gebiet der Wirtschaft und Politikwissenschaft sind herzlich willkommen.

 

Partner:

Deutsch-Russische Auslandshandelskammer


Friedrich-Ebert-Stiftung Russland



Freie Universität Berlin


Konrad-Adenauer-Stiftung 



DAAD


Rödl & Partner

Deutsch-Russisches Jahr der Hochschulkooperation und Wissenschaft